|
Geschichte der Feuerwehr |
|
|
1867 bis 1910 |
|
|
Die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Bad Brückenau reicht bis ins Jahr 1867 zurück. Der bayerische Landes-Feuerwehr-Verband bestätigte der Feuerwehr, "dass sie als Mitglied und als am 1. Oktober 1867 gegründet in der Grundliste desselben eingetragen ist". |
|
| Die folgenden Zeilen sind jeweils eine Zusammenfassung der Aufzeichnungen vom angegebenen Jahr | |
| 1867: | |
|
Aus einem Mitgliederverzeichnis geht hervor, dass am Gründungstag der erste Zug der Feuerwehr bestanden hat, dem u.a. folgende Feuerwehrmänner angehörten: |
|
|
> Brust, Leopold
( Zugführer ) |
|
| 1868: | |
|
Am 9.Februar "
wurden die Statuten von Kissingen und Hammelburg mit einigen Abänderungen
angenommen " und es fanden Wahlen statt: |
|
| 1869: | |
|
Am 12.Januar
wurden die Rangabzeichen beschlossen: |
|
| 1872: | |
|
Im April wurde
ein Stück Rasen an der neuen Brücke, das bisher der Stadtgemeinde gehörte,
als Turn- und Übungsplatz ersteigert. Der bisherige Übungsplatz wurde vom
Ziegelstück auf den Aspen verlegt. |
|
| 1876: | |
|
In der Nacht vom 13. auf 14.August wurde ein großer Teil der Stadt Brückenau durch einen verheerenden Brand in Schutt und Asche gelegt. Um 23.45 Uhr war zwischen der " Schwane " und dem Wohnhaus des Handelsmannes Israel Strauß ein Brand ausgebrochen. Die Flammen breiteten sich so schnell aus, " wie wenn Petroleum vom Himmel regnete ". 142 Hauptgebäude und 80 Nebengebäude innerhalb der Stadtmauer wurden ein Raub der Flammen. 6 Menschenleben waren zu beklagen. |
|
| 1878: | |
| Am 7.Juli wurde das 10.Stiftungsfest gefeiert. | |
| 1879: | |
|
Größere
Maßnahmen und Anschaffungen wurden am 9. Januar in der Versammlung
besprochen: |
|
| 1886: | |
|
Nachdem von der Stadtverwaltung und vom "Districtausschuß" ein Zuschuss bei auswärtigen Bränden abgelehnt wurde, so beschloss man, dass künftig die Hälfte der Mannschaft aus freiwilliger und zur Hälfte aus Pflichtfeuerwehr bestehen soll. |
|
| 1891: | |
|
Es wurde
beschlossen, dass am Donnerstag, den 12.März, "zum 70.Geburtstag seiner
Hoheit des Prinzregenten Luitpold von Baiern unseres hohen Protectors ein
Festzug in die Kirche abgehalten werden soll, wozu sämtliche activen
Mitglieder eingeladen werden sollen". |
|
| 1892: | |
|
In der Ausschusssitzung im November , die gemeinschaftlich mit dem Turnverein stattfand, wurde beschlossen, dass 30 Mann des Turnvereins der freiwilligen Feuerwehr beitreten und einen "Turner-Feuerwehrzug" bilden. Dieser Zug untersteht dem Oberkommando der Feuerwehr und verpflichtet sich zur Einhaltung der Statuten des Landesfeuerwehrverbandes. |
|
| 1893: | |
|
Der
Bezirksamtmann Baron Freiherr von Waldenfels gab in der Ausschusssitzung vom
4.Februar bekannt, dass das von seiner königlichen Hoheit König Ludwig II.
von Bayern gestiftete Ehrenzeichen für 25-jährige Dienstzeit bei
rechtzeitiger Meldung zur 25-Jahrfeier der freiwilligen Feuerwehr an die
betreffenden Mitglieder verliehen wird. |
|
| 1895: | |
|
In der Sitzung am 12.Februar wurde beschlossen, "daß der Reinertrag an den beiden Theatervorstellungen, welche nach vorheriger Besprechung mehrerer Ausschußmitglieder, am Sonntag, den 27.Januar und am Samstag den 2.Februar des Jahres stattfanden, zur Restaurierung der Pfarrkirche hier gespendet werden soll, derselbe betrug Neunundfünfzig Mark und 11 Pf. und wurde bereits an das Pfarramt abgeliefert". |
|
| 1897: | |
| Der Feuerwehrwagen soll wegen Unbrauchbarkeit an den Meistbietenden versteigert werden. | |
| 1899: | |
|
Von mehreren Mitgliedern wurde der Antrag gestellt, "daß sie die Übung mit der mechanischen Schubleiter verweigern, da dieselbe auf unebenem Terrain schlecht und mit Gefahr zu handhaben (bzw.) zu behandeln ist". |
|
| 1900: | |
|
Besonderes
Augenmerk legte man auf die Einhaltung der Statuten und der
Dienstvorschriften. In verschiedenen Protokollen wird genau festgehalten,
welche Ordnungsmaßnahmen den Wehrmännern - diese werden auch namentlich
aufgeführt - zu erteilen sind, wenn sie bei Übungen und Einsätzen
unentschuldigt fehlten oder sich ungebührlich benahmen: so gab es die Rüge,
den Verweis, die Geldstrafe, die verpflichtende Nachholung von Übungen, die
Überschreibung zur Pflichtfeuerwehr, den Ausschluss aus der Feuerwehr, sogar Ausschussmitglieder wurden wegen schlechter Beteiligung ihres Posten
enthoben. |
|
| 1901: | |
|
Die
Stadtverwaltung wird ersucht, "50-80 m Schläuche als Reserve mit Gewinde,
welche nur im notwendigsten Bedarfsfalle in Benutz genommen werden sollen",
anzuschaffen. |
|
| 1902: | |
|
Ein Gesuch soll an die Kreisregierung gerichtet werden "um Bewilligung eines Zuschusses zur Deckung der neu angeschafften mechanischen Schubleiter, und ein Gesuch an die Stadtverwaltung um Verlängerung des Daches in der Feuerhalle, um obige neu angeschaffte Leiter korrekt unterzubringen... Ferner ist in dem Gesuch an die Stadtverwaltung noch nachzutragen, daß in der Feuerhalle eine Glühlampe angebracht werden soll." |
|
| 1903: | |
|
"Ferner wurde durch ein
ausgefertigtes und unterschriebenes Schreiben die wohlhöfliche
Stadtverwaltung aufgefordert, die Feuerhalle zu beleuchten, widrigenfalls
jede Verantwortlichkeit bei Unglücksfällen derselben überbürdet werden
müsse." |
|
| 1904: | |
|
Die alte mechanische Schubleiter wird zum Verkauf angeboten und der Erlös soll zur Anschaffung nötiger Ausrüstung verwendet werden. |
|
| 1910: | |
|
Am 27.Mai wird der Dank der Eisenbahndirektion für die Hilfe bei der Freilegung der Schienen bei dem großen Sturm am 11.Mai ausgesprochen. |
|
| zum Seitenanfang | |